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Mittwoch: Feinde werden Freunde (3/3)

1. September 2010, Comments (1)

Keine Ahnung wie er es geschafft hat, aber ich stand wirklich nackt neben ihn, ICH, stand NACKT, neben meinen Erzfeind.
Und duschte mich.

Seine Blicke musterten mich als wäre ich ein Kunstobjekt.

„Was gibt es da zu schauen? Ich hab halt keinen C-Cup oder D-Cup… und ich bin auch nicht bis auf die Knochen abgemagert!“, oh Gott ich wollte doch eine Diät machen…
Moé lächelte mich an daraufhin: „Das sehe ich, ist doch gut so.“

„Eh?“
„Mädchen wie du sind genau richtig, da hab ich keine Angst das sie beim Sex sich alle Knochen brechen.
„…Ha ha…“
„Ehrlich, ich lüge nicht. Du solltest halt aufpassen das du nicht fett wirst.“

Natürlich war er ehrlich, wenn Moé eins war, dann ehrlich. Selbst wenn es ihn selber in die Eier traf, er war immer ehrlich.
Es wurde geschwiegen.

Als wir fertig waren sah er mich lange an: „Verdammt ich bin Horny…“
Ich weiß wirklich nicht warum ich auf einmal auf seinen Schritt blickte, doch es unterstrich seine Worte: „Ich liebe es wie ehrlich du bist…“
Werde ja nicht verlegen, werde ja nicht verlegen, reagiere ja nicht wie eine dumme Jungfrau Ceres…
„Willst du Sex?“, fragte er frei heraus und lehnte sich gegen die Fließen.
Ich strich mir meine nassen Haare zurück, versuchte zu grinsen so gut es geht: „Ich bin kein Fan von Sex.“, gab ich trocken zurück.
Ich hatte einmal Sex… und ein zweites mal… es war schrecklich…
Auf eine Emotionale Ebene… war das zweite Mal… furchtbar schrecklich.
Sein Blick war als hätte ich verkündigt das … ich Sex nicht mag.
Was auch stimmt.
Er sah mir ungläubig in die Augen, dann lachte er: „Du hattest nur schlechten Sex!“, seine nassen pechschwarzen Haaren hingen ihn dabei im Gesicht, sie bildeten einen starken Kontrast zu seiner hellen Haut und diese leuchtend grünen Augen.
„Na und?! Ich bin sicher nicht die einzige die—“, und wieder verstummte ich.
VERDAMMT!
Wie schafft er das nur?!
Sein Blick wurde neutral: „Es war ein Junge., ich kannte diesen Blick, es war der Blick wenn er einen in der Seele lesen konnte.
Nur Gott… jedenfalls irgendetwas übernatürliches konnte wissen wieso er dies so gut kann.
Alle Knöpfe eines Menschen auf einmal drücken… und warten was passiert.

„Woher?!“
„Er war schlecht im Bett… oder hatte ein kranken Fetisch…“
„Es war beides, wobei letzteres eher zu ‘bevorzugten Körperteil’ gehört.“
„Du nimmst es sehr locker das es so wahr… hat er dich verletzt? Also Emotional?“
„Das geht dich nichts an!“
„Hat er gesagt du bist fett?“
„Nein!“
„Hat er gesagt deine Brust ist klein?“
„Nein!“
„Hat er dich gedemütigt?“
„N-…“

Daraufhin lächelte er: „Sex ist das natürlichste der Welt, jeder hat seine eigenen Körperstellen oder Arten wie beziehungsweise wo er berührt oder Sex haben will.“, dann fasste er an meine Schulter: „Schreib Sex nicht ab wegen dieser einen Erfahrung…“
„Lass das lieber meine Sorge sein.“, brummte ich und wir beide zogen uns endlich an. Wobei ich diesmal die Sportkleidung anzog da die frischer war.
„Sag mal“, begann Moé das Gespräch als wir beide im Sportsaal waren, Moé saß auf der Spitze einer Kletterwand und blickte zu mir runter. Ich selbst lag am Boden und starrte die Decke der Halle an.
Ich gab einen fragenden Laut von mir, ich war zu müde um zu reden, und kämpfte damit nicht einzuschlafen.
War ich eigentlich in den letzten Tagen ein einziges mal ganz in der Schule?
Ohne irgendwelche Zwischenfälle?
Dabei ist das erst mein dritter Tag.
„Hat dein unterentwickelter Sexualtrieb damit zu tun das du dich als Junge ausgibst?“, sprach er seinen Satz zu ende, dabei kletterte er zwei Sprossen und sprang den Rest hinunter, so das der Hall des Aufpralls noch ein bisschen länger uns Gesellschaft lies.
„Bei Gott, das hat es bestimmt nicht zu tun! Aber was mich interessieren würde, woher wusstest du das ich ein Mädchen bin?“
„Du läufst wie ein Mann, hast keine wirkliche Mädchenstimme, deine Haare haben noch nie eine Bürste gesehen…“
„Sollte das nicht dafür sprechen das ich ein Junge bin?“
„Ich habe es gespürt das du ein Mädchen bist.“
„Gespür– Moment ich will gar nicht wissen WO du es gespürt hast.“

Moé ging nun Richtung Ausgang: „Das war nur ein Scherz.“, zuckte die Schultern und öffnete die Türe: „Ich wollte dich nur damit ärgern… deine Tarnung ist wirklich schlecht, übe daran no—“
Er stieß gegen eine Person auf die ich liebend gerne verzichtet hätte.

Zooé stand da, in Sportkleidung und würdigte Moé keines Blickes:„Wie zur Hölle kann es sein, das ich dich jedes mal in der Sporthalle treffe, gehst du überhaupt hier zur Schule?“
So schnell wie mich meine Beine trugen konnten ging ich zu ihm: „Was heißt hier jedes mal? Es ist erst 2mal passiert!“
„Und wie lange bist du hier?“
„Drei Tage!“
„Lern erstmal zählen.“

Ich strich mir meine Haare zurück, sah erst den Boden an dann wieder in Zooé seine Augen: „Was willst du damit sagen?“, knirschte ich zwischen den Zähnen hervor und öffnete den ersten Knopf meines Hemds.
„Zu subtil für dich? Okay also nochmal: Du bist–“, weiter kam Zooé nicht, ich packte seinen Arm drehte ihn mit einen gelernten präzise Polizeigriff nach hinten und zog meine Handschellen (die ich immer entweder an der Hüfte oder an meinen Verband griffbereit habe) heraus.
Der Überraschungseffekt war meiner, Zooé reagierte viel zu langsam und schon war er an einer der vielen Klettersprossen angekettet.
„Ich mach dich wieder los wenn die Schule vorbei ist.“, um das ganze etwas würziger zu gestalten öffnete ich seine Hose und zog sie samt Boxer bis zu seinen Knien herunter.
„Dafür wirst du bezahlen…“, er sagte das langsam, in einen seltsamen Unterton, so als hätte ich den Teufel angekettet – natürlich weiß ich es inzwischen besser das er nicht der Teufel ist.
„Mag sein, bis es soweit ist genieße ich diesen kleinen Triumpf.“, dann knöpfte ich mir mein Hemd wieder zu und rückte die Kappe zurecht.
Moé starrte mich lange an und dann Zooé, schließlich packte er meine Hand und schüttelte sie wild: „Ich sehe schon, wir werden beste Freunde!“, dann saß er sich auf Zooés Schoß und grinste: „Keine Sorge, bei uns beiden darfst du immer der Männliche Part sein.“.
Wie gerne ich auch zugesehen hätte wie Zooé von Moé vergewaltigt wird, ging ich aus den Sportsaal.
Draußen auf dem Platz lehnte Cecil gegen den Maschendrahtzaun der den Pausenplatz von den Sportplatz trennte: „Hallo Ceres.“, murmelte er und sah wieder den Boden an: „Hast du Zooé gesehen? Er wollte nur schnell etwas trinken gehen…“, ich zuckte meine Schultern und zeigte mit meinen Daumen über die Schulter nach hinten: „Er wird gerade von Moé bearbeitet.“, schneller als meine Augen reagieren konnten rannte Cecil in die gezeigte Richtung und tief dabei: „MOOOOOOÉEEEEE FINGER WEG VON ZOOÉEEEEEEEEEE~~~!!!!“
Thisseas sah mich lange an als ich wieder in die Klasse kam, sagte aber nichts und ich setzte mich auf meinen Platz.
„Du, Ceres?“, flüsterte Elijah und beugte sich in meine Richtung: „Du bist zu spät, was war denn los?“
Ich setzte die Kappe ab und sah Elijah in die Augen: „Mein Ex-Erzfeind hasst mich nicht mehr, er meinte sogar wir werden gute Freunde…“
Nun begann er zu lachen, laut genug das alle zu uns hersahen und Thisseas sich bei der Tafel umdrehte und begann uns beiden mit Kreide zu bewerfen.
„Siehst du, ich habe es dir gesagt.“, lachte er und drehte sich wieder zur Tafel zu.
„Ja, du hattest vollkommen recht.“, murmelte ich.

Diese Aktion… hatte wirklich zwei Seiten… wenn ich es schaffe das Mickey und Odin wieder mit mir befreundet sind… dann wäre es vielleicht gar nicht so schlecht.

Der Gedanke verfolgte mich den Rest des Tages, so das ich erneut unkonzentriert gegenüber den Stoff war, und am Abend Privatunterricht nahm bei Thisseas.
(Hier wäre wohl erwähnenswert, das Cecil einen Exakt selben Schlüssel für meine Handschellen hatte und Zooé befreien konnte – was noch interessant wäre ist zu sagen das Cecil mir meine Handschellen zurückgab.)
Wieder erwarten lief es ganz normal ab, kein Erén der uns störte, Magie oder irgendwelche verwirrende Dialoge über ‘Das Verstehen’.
Es war bereits Mitternacht als ich endlich alles nachgeholt hatte (und noch mehr als Vorsorge) und beruhigt nach Hause gehen konnte.

Erschöpft ging ich zurück in mein Wohnhaus, in dem mal Odina anwesend war und auf der Couch saß – wahrscheinlich den Stoff nachholte den sie versäumt hatte – und mich nicht bemerkte.
Ich saß mich auf den Couchsessel, schloss die Augen, dachte ich sollte noch ein ‘Frau zu Frau’ – Gespräch mit Odina führen, aber mit diesen Gedanken schlief ich erschöpft ein.

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